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Bonobos stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und sind vom Aussterben bedroht.
Affen-Baby in Wilhelma gestorben © Symbolbild: dpa
29.01.2014

Affen-Baby in Wilhelma gestorben

Stuttgart. Das Bonobo-Baby Koseka ist in der Stuttgarter Wilhelma gestorben. Das Menschenaffenmädchen sei einer Lungenentzündung erlegen, teilte die Wilhelma am Mittwoch mit.

Am Morgen hätte sich Koseka noch an Mama Haiba geklammert, drei Stunden später sei sie tot gewesen. Sie wurde nicht mal ein halbes Jahr alt. Bonobos sind sehr anfällig für Erkältungen. «Wenn ein Infekt die Gruppe erst einmal erfasst hat, verbreitet er sich schnell weiter», erläuterte Tierarzt Tobias Knauf-Witzens. Deshalb erhalten jetzt alle Bonobos Vitamine und Schleimlöser. Bereits erkrankte Tiere werden mit Antibiotika versorgt.

Gorilla, Schimpanse, Orang-Utan und Bonobo sind die vier Großen Menschenaffen und die engsten Verwandten des Menschen. Alle stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und sind vom Aussterben bedroht. Der natürliche Lebensraum von Bonobos liegt in einem schwer zugänglichen Regenwaldgebiet im zentralafrikanischen Kongo. Nach Schätzungen der IUCN gibt es noch etwa 10.000 bis 50.000 Bonobos.