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Aggressiver Hundehalter verletzt zwei Polizisten - Hund beschlagnahmt

Karlsruhe. Die Frage nach einem Hundeführerschein wird gerade wieder verstärkt diskutiert. Aber was passiert, wenn der Hund relativ normal reagiert und der Halter aggressiv ist? Am Mittwochabend in Karlsruhe-Durlach wäre es vielleicht gut gewesen, wenn ein 21-Jähriger, der einen Rottweiler-Mischling ausführte, selbst auf so einfache Kommandos wie „Aus“ oder „Sitz“ reagiert hätte. Dann wären wohl zwei Polizeibeamte nicht verletzt worden, von denen einer längere Zeit dienstunfähig bleibt.

Der 21-Jährige war um 19.15 Uhr mit seinem Hund unterwegs und geriet offenbar mit einem anderen Hundehalter in Streit. Der 21-Jährige hatte seinem Gegenüber bisherigen Erkenntnissen zufolge den Ellenbogen ins Gesicht gestoßen. Darüber hinaus habe sein angeleinter Rottweiler-Mischling den 42 Jahre alten Geschädigten angesprungen, so dass dieser verletzt wurde.

Zeugen verständigten die Polizei. Beim Erkennen der herbeigeeilten Beamten wollte der 21-Jährige flüchten.

Den Aufforderungen der Polizei, stehen zu bleiben und seinen Hund beiseite zu nehmen, ignorierte der Mann. Inzwischen an der Lamprechtstraße angelangt, griff dessen Hund einen 34-jährigen Polizeibeamten an, als jener den Flüchtenden festhalten wollte. Aufgrund der Gegenwehr des 21-Jährigen und des aggressiven Verhaltens seines Vierbeiners mussten schließlich Unterstützungskräfte der Polizei hinzugezogen werden.

So war es schließlich möglich, den mit 1,5 Promille alkoholisierten Mann, der fortwährend die Polizisten beleidigte, zu Boden zu bringen und vorläufig festzunehmen. Ein Beamter kam mit leichteren Blessuren davon. Dessen Kollege wird indessen wegen einer Handgelenksfraktur für längere Zeit seinen Dienst nicht verrichten können. Der Hund wurde bis zu einer weiteren Entscheidung polizeirechtlich beschlagnahmt.