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Guter, biologischer Honig vom Imker. Foto: dpa
Guter, biologischer Honig vom Imker. Foto: dpa © dpa
07.09.2011

Agrarminister Bonde begrüßt Gen-Honig-Urteil

STUTTGART. Landesagrarminister Alexander Bonde (Die Grünen) hat das Urteil der obersten EU-Richter zur Verkaufsbeschränkung für Gen-Honig begrüßt. «Dies ist ein Durchbruch für den Verbraucherschutz und ein riesiger Erfolg, mit dem wir dem Ziel, die Umwelt zu schützen, ein Stück näher kommen», sagte Bonde am Mittwoch. Er kündigte ein Sonderprobenprogramm an, das einen Überblick über den baden-württembergischen Markt geben soll. «Wir werden verstärkt Honig aus dem Handel und aus Verarbeitungsbetrieben kontrollieren und insbesondere Importhonige streng überwachen.»

Nach dem Richterspruch des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) müssen Lebensmittel, die auch nur geringste Rückstände wie Pollen von Gen-Pflanzen enthalten, vorher geprüft und zugelassen werden. Sonst dürfe die Ware nicht in den Handel gelangen, urteilte der EuGH am Dienstag. Dies sei unabhängig von der Menge an Gen-Spuren in dem Produkt.

Im Südwesten würden derzeit keine «genveränderten Organismen» (GVO) angebaut, sagte Bonde. Die Landwirte hätten durch den Anbau keine ökonomischen Vorteile und gingen nicht absehbare Haftungsrisiken ein. Der heimische Honig sei deshalb frei von Verunreinigungen durch entsprechende Pollen. «Wir brauchen aber auch keinen GVO-Mais [...], die normalen südbadischen Sorten sind einfach viel besser.»

Die Genmais-Versuche in Baden-Württemberg bei Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) und Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) waren 2009 nach dem bundesweiten kommerziellen Anbauverbot für genetisch veränderten Mais gestoppt worden. dpa