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Baden-Württembergs Agrarminister Alexander Bonde (Die Grünen) fordert eine schnelle Auszahlung der Hilfsmittel für deutsche Bauern. Foto: dpa
Baden-Württembergs Agrarminister Alexander Bonde (Die Grünen) fordert eine schnelle Auszahlung der Hilsmittel für deutsche Bauern. Foto: dpa © dpa
09.06.2011

Agrarminister Bonde fordert schnelle Auszahlung der Hilfen für Bauern

FELLBACH. Baden-Württembergs Agrarminister Alexander Bonde (Die Grünen) drängt auf eine schnelle Entschädigung der Gemüsebauern wegen der EHEC-Krise.

Er erwarte von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und den europäischen Behörden, dass die Auszahlung schnell, unkompliziert und gerecht erfolge, sagte Bonde am Donnerstag in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) bei der Mitgliederversammlung des Landesbauernverbandes. Die europäischen Landwirte sollen für Umsatzeinbußen 210 Millionen Euro erhalten. Das Geld soll bis Juli bereitstehen.

Das Zentrum des EHEC-Ausbruchs liege mit Norddeutschland zwar weit weg von Baden-Württemberg, sagte Bonde bei seinem ersten Auftritt als Minister beim Landesbauernverband. «Trotzdem hat er unsere Gemüsebauern massiv in Mitleidenschaft gezogen.» Die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg sei intensiv auf den gefährlichen Darmkeim angesetzt worden. Bisher gebe es keine Hinweise auf betroffene Produkte in und aus dem Südwesten.

Der Landesbauernverband schätzt den Verlust der Landwirte in Baden-Württemberg durch EHEC auf rund eine halbe Million Euro am Tag. Bonde sagte, bei einem Treffen mit Erzeugern an diesem Freitag solle überlegt werden, wie das Vertrauen der Verbraucher zurückgewonnen werden könne. So solle zum Beispiel überlegt werden, wie durch Marketing verhindert werden könne, dass diese Krise sich langfristig auf den Absatzmarkt auswirke. dpa