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02.12.2014

Aktivisten besetzen Freiburger Grünen-Büro - Partei reagiert gelassen

Politische Aktivisten haben ein Büro der Grünen in Freiburg besetzt und eine gefälschte Pressemitteilung verschickt - doch die Partei reagierte gelassen. «Wir werden keine Anzeige erstatten», sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Partei werde sich privat mit den Protestlern über den Vorfall unterhalten. Zuerst hatte die «Badische Zeitung» über den Vorfall am Montag berichtet.

In der gefälschten Mitteilung, die per Fax und E-Mail verschickt wurde, kritisierten die Aktivisten die «inhumane» Asylpolitik auf Landes- und Bundesebene im Namen der Freiburger Grünen und forderten einen «sofortigen Winterabschiebestopp» von Flüchtlingen. «Wir haben ein Stück weit Verständnis für die Forderung», sagte der Sprecher der Partei. Innerhalb der Grünen hatte es in den vergangenen Monaten Streit um die Asylpolitik gegeben. Besonders Ministerpräsident Winfried Kretschmann war wegen seiner Bundesrats-Zustimmung zum sogenannten Asylkompromiss scharf kritisiert worden.

Die Gruppe von etwa 20 bis 30 Menschen hing zudem zwei Transparente in die Bäume vor dem Parteibüro und wurde von Trommlern lautstark unterstützt. In der Vergangenheit war es bereits zu ähnlichen Aktionen gekommen: Unter anderem forderte eine Gruppe Demonstranten im Juli ein Gespräch anlässlich eines Flüchtlingsprotestes in Berlin.