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12.09.2017

Amokalarm: Schule zwischen Furcht und Erleichterung

ULM. Ein Fehlalarm in einer beruflichen Schule in Ulm hat am Dienstag Furcht vor einem Amoklauf und einen sofortigen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach mehreren bangen Stunden konnten die Sicherheitsbehörden aber Entwarnung geben: „Wir haben in dem Gebäude keine Hinweise auf Gefahren gefunden“, sagte der Ulmer Polizeisprecher Wolfgang Jürgens – nicht zuletzt zur Erleichterung von Eltern, die durch den Alarm zutiefst beunruhigt worden waren.

Glücklicherweise habe sich die Hoffnung bestätigt, „dass es sich um einen Fehlalarm handelt“, hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung der Polizei. Nach eigenen Angaben wurde ihr gegen 12 Uhr „ein Alarm für besondere Gefahrenlagen aus dieser Schule gemeldet“. Zahlreiche Einsatzkräfte, teils mit Maschinenpistolen bewaffnet, riegelten das Gebäude der Friedrich-List-Schule in der Ulmer Altstadt ab. Über dem Gebiet kreiste ein Hubschrauber.

Nach der Entwarnung lobte die Polizei die Schüler. Sie hätten sich „richtig verhalten und sich im Haus verbarrikadiert“. Schüler beschrieben Reportern, wie sie sich mit Hilfe von Tischen und Stühlen zu schützen versuchten. „Nach dem Alarm haben wir uns im Klassenzimmer verschanzt und die Türe verriegelt. Es hat dann eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis wir wussten, dass es ein Fehlalarm ist“, zitierte die „Südwest Presse“ eine 16-jährige Schülerin.

Wie es zu der Alarmauslösung kommen konnte, werde jetzt ermittelt, so die Polizei. In derselben Schule hatte es bereits im Herbst 2015 einen Fehlalarm gegeben. Danach war von der Polizei ein Kurzschluss aufgrund eines technischen Defekts als Ursache genannt worden.