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20.05.2013

Amoklauf mit Armbrust verhindert - SEK überwältigt Schützen

Unterkirnach. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat am Wochenende im Schwarzwald den Amoklauf eines Armbrustschützen verhindert. Der 28-Jährige wollte mit seiner Waffe vermutlich auf Menschen schießen. Er habe die Namen von Familienmitgliedern und Bekannten auf drei Pfeile geschrieben, sagte ein Sprecher der Polizei St. Georgen am Montag. Der Mann war in der Fremdenlegion als Einzelkämpfer ausgebildet worden war und galt als gewalttätig.

Der 28-Jährige hatte in der Nacht zum Samstag die Wohnung seiner Mutter in Unterkirnach (Schwarzwald-Baar-Kreis) verwüstet und mit der Armbrust mindestens einmal in den Garten geschossen. Die 51 Jahre alte Mutter, deren Name auch auf einem der Pfeile stand, flüchtete aus dem Haus und alarmierte die Polizei.

Die Beamten umstellten kurz darauf das Gebäude und versuchten stundenlang, den Schützen zur Aufgabe zu überreden - jedoch ohne Erfolg. Das angeforderte Spezialeinsatzkommando habe schließlich die Wohnung gestürmt und den 28-Jährigen überwältigt, sagte der Sprecher. Die Armbrust sei mit einer Zugkraft von 40 Kilogramm in der Lage gewesen, auch Schutzwesten zu durchschlagen. Für die Beamten habe ein hohes Risiko bestanden.

Der Mann war schon früher wegen psychischer Probleme in Behandlung und wurde nach seiner Verhaftung in eine Spezialklinik eingewiesen. Ein Motiv für die Tat am Wochenende war zunächst unklar.

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