nach oben
Ein Helikopter verstreut aus einem am Haken hängenden Silo Magnesiumkalk über einem Waldgebiet.
Ein Helikopter verstreut aus einem am Haken hängenden Silo Magnesiumkalk über einem Waldgebiet. © Symbolbild/dpa
22.09.2016

Angeblicher Flugzeugabsturz: Große Suche völlig umsonst

Ubstadt-Weiher. Eine verschreckte Autofahrerin meldete sich am Mittwochnachmittag bei der Polizei und gab an, den Absturz eines Flugzeugs im Bereich des Hardtsees in Ubstadt-Weiher beobachtet zu haben.

Dabei sei ihren Angaben nach ein Flugzeug in der Luft gewesen, als es plötzlich einen lauten Knall und eine Rauchwolke gab. Daraufhin sei die Maschine abgestürzt.

Die Polizei nahm die Meldung der besorgten Fahrerin sehr ernst und suchte die Gegend mit starker Präsenz ab. Darüber hinaus waren insgesamt drei Hubschrauber der Landespolizei, der Bundespolizei und des DRK im Einsatz, um das vermeintlich abgestürzte Wrack zu finden. Die Suche der Einsatzkräfte blieb jedoch ohne Erfolg.

Kein Wunder – nach weiteren Ermittlungen wurde bekannt, dass im Bereich des Hardtsees Waldkalkungsarbeiten durchgeführt wurden. Dabei verteilt ein Hubschrauber über einem Waldstück Kalk, um einer möglichen Waldbodenversauerung entgegenzuwirken. Beim Absetzen des Kalkes, der sich in einem Behälter unter dem Hubschrauber befindet, entsteht tatsächlich ein Knall und eine Rauchwolke. Der Anruferin wurde dieser Vorgang vorgeführt und sie erkannte darin ihren Absturz wieder.