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S21: Angeklagte Polizisten kommen zu Wort - Foto: dpa
S21: Angeklagte Polizisten kommen zu Wort © dpa
25.06.2014

Angeklagte Polizisten kommen im Wasserwerfer-Prozess zu Wort

Mit Spannung wird erwartet, wie die Polizisten den Wasserwerfer-Einsatz vor vier Jahren im Schlossgarten erklären. Bislang sehen die beiden Angeklagten keinerlei Verantwortung für das harte Vorgehen gegen S-21-Gegner.

Der Prozess um den harten Einsatz von Wasserwerfern gegen Stuttgart-21-Demonstranten im Herbst 2010 ist am Mittwoch fortgesetzt worden. Das Gericht will vor allem die beiden angeklagten Polizeiführer befragen. Zum Auftakt des Prozesses am Dienstag in Stuttgart ließen sie von ihrem Anwalt eine Erklärung zu den Vorfällen am 30. September 2010 verlesen. Diese soll im Mittelpunkt der Befragung am zweiten Prozesstag stehen. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.

Laut Anklage haben die Polizeiführer am Schwarzen Donnerstag nicht eingegriffen, als die Besatzungen zweier Wasserwerfer immer wieder heftige Wasserstöße auf die Demonstranten abfeuerten. Auch sollen sie Anweisungen nicht weitergegeben haben. Bei der Räumung des Schlossgartens für eine Baumrodung sind damals nach Angaben des Innenministeriums 130 Demonstranten und 34 Polizisten verletzt worden. Projektgegner sprechen bis heute von weit höheren Zahlen.