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Soll zum wiederholten Mal vom selben Täter erpresst worden sein: die Mercedes-Benz-Bank mit Sitz in Stuttgart.  Foto: dpa
Soll zum wiederholten Mal vom selben Täter erpresst worden sein: die Mercedes-Benz-Bank mit Sitz in Stuttgart. Foto: dpa
17.09.2015

Angeklagter bestreitet Erpressung von Mercedes-Benz-Bank

Stuttgart. Er soll versucht haben, 29 Millionen Euro von der Mercedes-Benz-Bank zu erpressen – zum Prozessauftakt in Stuttgart hat der 41-jährige Angeklagte die Vorwürfe bestritten. „Es stimmt nicht, dass ich erneut die Mercedes-Benz-Bank erpressen wollte“, sagte der Systemprogrammierer am Donnerstag vor dem Landgericht. Zwar habe er vergangenes Jahr Kontakt zur Bank aufgenommen, allerdings nur, um Buchrechte an sie zu verkaufen.

Es war laut Anklage nicht sein erster Erpressungsversuch: Der Mann war bereits in der Vergangenheit wegen versuchter Erpressung des Geldinstituts verurteilt worden. 2009 soll der Angeklagte vier Millionen Datensätze der Mercedes-Benz-Bank kopiert haben. Weil er damit bereits zwei Mal versucht habe, die Bank zu erpressen, wurde er 2010 und 2012 zu insgesamt sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er habe laut Anklage damit gedroht, die Daten ans Licht zu bringen und dem Konzern damit einen Imageschaden zuzufügen. lsw