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Sie sollen eine Handgranate auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft geworfen haben, um einer konkurrierenden Sicherheitsfirma zu schaden. Sechs Angeklagte müssen sich dafür vor Gericht verantworten. Mehrere Zeugen wurden heute verhört.
Sie sollen eine Handgranate auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft geworfen haben, um einer konkurrierenden Sicherheitsfirma zu schaden. Sechs Angeklagte müssen sich dafür vor Gericht verantworten. Mehrere Zeugen wurden heute verhört. © dpa
07.10.2016

Anklage fordert im Handgranaten-Prozess Haft- und Bewährungsstrafen

Konstanz. Im Prozess um den Handgranatenwurf auf eine Asylunterkunft in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) hat die Staatsanwaltschaft Haft- und Bewährungsstrafen gefordert. Die sechs Angeklagten sollten zwischen einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung und vier Jahren und zehn Monaten Gefängnis bekommen, verlangte die Anklagebehörde am Freitag vor dem Landgericht Konstanz. Als Motiv hinter dem Anschlag vermutet sie einen Konkurrenzkampf von Sicherheitsfirmen um Aufträge.

Die sechs Angeklagten im Alter zwischen 23 und 38 Jahren stehen wegen versuchten Mordes vor Gericht. Sie sollen die Handgranate im Januar auf einen Container für Wachleute der Einrichtung geworfen haben - die Granate explodierte jedoch nicht. Verletzt wurde niemand. Am Freitagnachmittag stand zunächst noch das Plädoyer der Verteidigung an. Ob auch noch ein Urteil gesprochen wird, war unklar.