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Eine Hautärztin hat für neun andere Ärzte in einem Laserzentrum Behandlungen gemacht, obwohl sie das nicht durfte. So ergaben sich Abrechnungsdifferenzen zum Nachteil der Krankenkassen in Höhe von einer Million Euro.
Eine Hautärztin hat für neun andere Ärzte in einem Laserzentrum Behandlungen gemacht, obwohl sie das nicht durfte. So ergaben sich Abrechnungsdifferenzen zum Nachteil der Krankenkassen in Höhe von einer Million Euro. © Symbolbild: dpa
26.02.2014

Anklage gegen neun Ärzte wegen Abrechnungsbetrugs in Laserzentrum

Tübingen. Die Staatsanwaltschaft bringt neun Tübinger Hautärzte vor Gericht, weil sie bei ihren Abrechnungen gezielt betrogen haben sollen. Den Krankenkassen sei ein Schaden von etwa einer Million Euro entstanden, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Die neun Mediziner hätten gemeinsam ein Laserzentrum betrieben. Dort seien Patienten von einer Hautärztin behandelt worden, der die nötige Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung gefehlt habe. Die neun Mediziner hätten die Behandlungen der Patienten deshalb einfach so abgerechnet, als hätten sie diese selbst erbracht. Dabei seien einige Behandlungen dann außerdem noch doppelt abgerechnet worden.

Den Angeklagten drohe bei einer Verurteilung wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs eine mehrjährige Haftstrafe, so die Staatsanwaltschaft. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar.