nach oben
13.09.2012

Armutsgefahr im Südwesten bundesweit am geringsten

Stuttgart. Im Südwesten sind die Menschen bundesweit am wenigsten von Armut bedroht. 11,2 Prozent der Bevöllkerung im Land seien armutsgefährdet, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mit. Das gehe aus Ergebnissen der Haushaltsbefragung Mikrozensus 2011 hervor.

In Bremen (22,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (22,2 Prozent) ist der Anteil armutsgefährdeter Personen demnach doppelt so hoch. In Deutschland sind 15,1 Prozent der Menschen von Armut bedroht.

Die Armutsgefährdungsquote sei 2011 im Vergleich zum Vorjahr aber leicht angestiegen - 2010 waren es noch 11 Prozent. Damit ist etwa jeder Neunte in Baden-Württemberg von einem erhöhten Armutsrisiko bedroht. Laut EU-Definition gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen. Das waren 2011 laut Mikrozensus in Deutschland Einpersonen-Haushalte mit weniger als 848 Euro.