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Mit Nachtsichtgeräten und Tarnuniformen im Auto machen sich zwei Salafisten von Stuttgart aus in den Heiligen Krieg nach Syrien. Doch ihre Reise stoppt die Polizei auf einem Feng-Shui-Rasthof an der Autobahn. Nun blicken sie und ein weiterer Mann dem Prozess entgegen.
Prozess © dpa
02.11.2014

Auf der Autobahn zum Dschihad - Mutmaßliches Terror-Trio vor Gericht

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Mittwoch (5. November) vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gegen drei mutmaßliche Unterstützer einer islamistischen Terrororganisation in Syrien. Das Verfahren wird in Stuttgart-Stammheim geführt - an dem Ort, an dem in den 70er Jahren gegen RAF-Mitglieder verhandelt wurde.

Der Terror-Prozess dreht sich vor allem um einen Mann aus Stuttgart, der Mitglied in der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gewesen sein soll. Nach einer Kampf- und Schusswaffenausbildung soll er in Syrien unter anderem Wachdienste für die Organisation übernommen haben. Die beiden anderen Männer sollen den IS unterstützt haben. Das mutmaßliche Terror-Trio war im Herbst 2013 im Kreis Göppingen gefasst worden.

Die Zahl der Salafisten in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz inzwischen auf mehr als 6300 gestiegen. Nach jüngsten Zahlen des Bundeskriminalamtes liegt die Zahl der Islamisten in Deutschland, die der Terrorszene angehören, bei mindestens 1000.