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War der 20-jährige Geisterfahrer in einem seelischen Notstand? Wurde er aus Trauer um seine kürzlich verstorbene Mutter zum Geisterfahrer? © dpa
20.11.2012

Aus Trauer über die Mutter zum Geisterfahrer geworden?

Bei ihren Ermittlungen zum verheerenden Geisterfahrer-Unfall von Offenburg erhofft die Polizei neue Erkenntnisse von Sachverständigen und der Obduktion der Leichen. Gutachten von Rechtsmedizinern und Verkehrsexperten sollen zum Beispiel die Frage klären, ob der 20 Jahre alte Falschfahrer aus Kehl betrunken war oder unter dem Einfluss von Drogen stand.

Bildergalerie: Sechs Tote: Crash mit Geisterfahrer auf A5

Ergebnisse lägen noch keine vor, so eine Polizeisprecherin. Der 20-jährige Mann hatte am Sonntagmorgen auf der A5 bei Offenburg einen Unfall mit sechs Toten verursacht. Wie die Offenburger Polizeidirektion mitteilt, können die Ermittler die letzten Stunden im Leben des Unfallverursachers inzwischen minutiös nachvollziehen. Bekannt ist, dass der 20-jährige BMW-Fahrer den Abend in verschiedenen Lokalen verbracht hat.

Direkte Hinweise auf einen Suizid gebe es aber nicht. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Leiche Geisterfahrers könne klären, in welchen Zustand der Falschfahrer war.

Wie die „Badische Zeitung“ meldet, würden sich Vermutungen mehren, dass sich der 20-Jährige in einer persönlichen Notsituation befunden haben könnte, weil er kürzlich seine Mutter verloren habe. Außerdem soll er erst vor wenigen Wochen schon einmal in einen Unfall verwickelt gewesen sein. Unter Kehler Jugendlichen, so die „Badische Zeitung“, seien zudem Gerüchte über ein Alkoholproblem des Geisterfahrers im Umlauf.