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Kurz bevor der Polizei bei einer Polizeikontrolle drei Einbrecher ins Netz gegangen wären, sind die Täter aus dem fahrenden Auto gesprungen und geflüchtet.
Kurz bevor der Polizei bei einer Polizeikontrolle drei Einbrecher ins Netz gegangen wären, sind die Täter aus dem fahrenden Auto gesprungen und geflüchtet. © dpa
04.06.2013

Aus fahrendem Auto gesprungen: Einbrecher-Trio flüchtet vor Polizeikontrolle

Bruchsal/Östringen. Um ein Haar hätte die Polizei drei Einbrecher bei einer Polizeikontrolle gefasst. Das Trio hatte aber wohl schon Pläne für eine erfolgreiche Flucht geschmiedet: Kurz vor der Kontrolle dückten sie kräftig aufs Gas, sprangen nach kurzer Verfolgungsjagd während der Fahrt aus dem Auto und rannten in unterschiedliche Richtungen davon. Auf die Kappe des Trios gehen offensichtlich zwei in den Nächten von Samstag bis Montag verübte Einbrüche in Golfclubs in Bruchsal und Östringen.

Derzeit laufen die Recherchen der Kriminalpolizei nach den wohl aus Rumänien stammenden Tätern auf Hochtouren.

Bei beiden Golfclubs waren die Einbrecher gewaltsam in die Vereins- sowie angeschlossenen Verkaufs- und Gaststättenräume eingedrungen und hatten bei ihrer Suche nach Beute die Räume auf den Kopf gestellt. Dabei erbeuteten sie neue Golfschuhe, aber auch Computer und Bargeld sowie im zweiten Fall auch Zigaretten im Wert von mehreren tausend Euro.

Als das Trio am Montag gegen 4.30 Uhr auf dem Rückweg von seinem Beutezug in Östringen zwischen Odenheim und dem Schindelberg von einer Polizeistreife kontrolliert werden sollte, trat der Fahrer kräftig aufs Gaspedal. Nach einer kurzen Verfolgung sprangen dann alle drei Insassen aus dem noch rollenden Fahrzeug und rannten in unterschiedlichen Richtungen davon. Trotz einer groß angelegten Fahndung, an der auch der mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Polizeihubschrauber beteiligt war, gelang den Einbrechern aber schließlich die Flucht.

Aufgrund des aktuellen Standes der von der Ermittlungsgruppe "Eigentum Nord" geführten polizeilichen Nachforschungen handelt es sich bei den Geflüchteten mit großer Wahrscheinlichkeit um Rumänen. Offenbar hatte sich einer der Drei - ohne dort zu leben und ohne Wissen der Hauseigentümer - unter einer Adresse im Rhein-Neckar-Kreis behördlich angemeldet und in der Folge auch das am Montagfrüh benutzte Auto offiziell zugelassen.

Während weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei zum Verbleib des Trios nach wie vor auf Hochtouren laufen, werden die in dem sichergestellten Fluchtwagen entdeckten Beutestücke zeitnah an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben.