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Ein vom Schlachthof ausgebüxter Bulle musste in Überlingen mit mehreren Schüssen aus einer Maschinenpistole getötet werden.
Ein vom Schlachthof ausgebüxter Bulle musste in Überlingen mit mehreren Schüssen aus einer Maschinenpistole getötet werden. © Symbolbild: dpa
23.10.2015

Ausgebüxter Bulle von Salve aus Maschinenpistole getötet

Überlingen. Mit mehreren Schüssen aus einer Maschinenpistole töteten am Freitagmorgen Polizeibeamte einen entlaufenen Bullen. Zwei Stunden zuvor war das Rindvieh beim Entladen im Schlachthof geflüchtet. Trotz umfangreicher Suche rund um den Schlachthof konnte das Tier zunächst nicht gefunden werden. Als der Bulle dann in einem Schilfdickicht entdeckt wurde und auf einen gestürzten Mann zustürmte, musste er erschossen werden.

Zunächst war der ausgebüxte Bulle an L200 gegenüber eines Autohauses gesichtet worden. Versuche des Viehhändlere, sein Tier wieder einzufangen, scheiterten. Kurz danach lief das Rind auf der L200 in Richtung Schlachthöfe und bog auf die L200A in Richtung Remgoldshausen ab. Besitzer und Polizei verfolgten weiterhin den Bullen, der immer aggressiver wurde. Kurz nach der Abzweigung Weierhalde verschwand das Tier im Dickicht und lief über ein Feld in Richtung Wald. In einem Schilfdickicht blieb der Bulle dann stehen. Offensichtlich war er mittlerweile stark entkräftet.

Der Besitzer und ein Mitarbeiter versuchten im Schilf Bullen eine Schlinge um den Hals zu legen. Dabei geriet er in Rage und stürmte auf den Mitarbeiter des Besitzers zu. Dieser stürzte und lag schutzlos auf dem Boden. Deshalb wurde das Tier mit mehreren Schüssen aus einer Maschinenpistole von einem Polizeibeamten getötet. Der gestürzte Mann blieb unverletzt. Eine Streife war bereits mit einem Gewehr, mit dem es möglich ist, ein großes Tier mit einem Schuss zu töten, unterwegs. Aufgrund der Gefahrensituation konnte jedoch nicht mehr darauf gewartet werden.