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Nach viel Kritik hat Verkehrsminister Dobrindt sein Konzept für die umstrittene Pkw-Maut überarbeitet. Jetzt ist der Gesetzentwurf da - aber die Unzufriedenheit ist nicht ganz verschwunden.
Maut © dpa
30.10.2014

Autoclub ACE sieht Dobrindts Maut-Konzept kritisch

Der Autoclub ACE steht den Maut-Plänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerst kritisch gegenüber. Der ACE-Vorsitzende Stefan Heimlich teilte am Donnerstag in Stuttgart mit: «Wir sehen nicht, wie die klaffende Finanzlücke von jährlich 7,2 Milliarden Euro mit diesem Mautkonzept geschlossen werden soll.»

Es sei «purer Unfug», eine Straßennutzungsgebühr einzuführen, wenn der Aufwand dafür größer sei als der absehbare Nutzen. Damit müssten sich nun die Parlamentarier befassen.

Nach Dobrindts Gesetzentwurf soll für inländische Autobesitzer die Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen kommen und unter dem Strich keine Mehrbelastungen bringen. Pkw-Fahrer aus dem Ausland sollen nur auf Autobahnen zahlen. Von ihnen erwartet Dobrindt nach Abzug der Kosten Mehreinnahmen von 500 Millionen Euro im Jahr. Der Gesetzentwurf soll nun in der schwarz-roten Bundesregierung abgestimmt werden. Die Pkw-Maut soll 2016 eingeführt werden.