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© Symbolbild: dpa
18.09.2014

Autodiebe klauen Daten aus Auto - Dienstpistole bleibt verschwunden

Pforzheim. Erst war es nur eine Dienstpistole, die im Juni bei der Pforzheimer Polizei vor der jährlichen Waffen-Revision spurlos verschwand – die Ermittlungen dauern noch an, die Vernehmungen aller über 40 Polizisten, die ihre Pistolen abgaben, sind noch nicht abgeschlossen. Ende des Monats, so Polizeisprecher Frank Otruba auf PZ-Anfrage, sollte die Akte der Staatsanwaltshaft übergeben werden. Nervosität also nicht nur beim Polizeipräsidium Karlsruhe, sondern auch im vorgesetzten Innenministerium in Stuttgart.

Nun hatte es zumindest den Anschein, dass es noch dicker kommen könnte: Ein Polizist transportierte in der Landeshauptstadt in seinem Privatwagen einen Computer, auf dem sensibler Informationen der Einsatzkräfte gespeichert waren. In das Auto wurde eingebrochen, der Datenträger gestohlen. Das Ministerium spricht von „individuellem Fehlverhalten“. Mögliche weitere Schritte gegen den Mitarbeiter würden derzeit geprüft, so ein Ministeriumssprecher zur PZ. Man muss wissen: Neben der Rahmenrichtlinie IT-Sicherheit gibt es die Dienstanweisung „Verschlüsselung“ des LKA.

Diese enthält unter anderem die Vorgabe, „dass dienstliche Daten auf mobilen Datenträgern vom Anwender grundsätzlich verschlüsselt abzuspeichern sind“, so das Ministerium. Weder bestätigt noch dementiert wurden Hinweise, bei den Inhalten könnte es sich um Einsatzpläne der Polizei handeln. Auf Pforzheim übertragen, hätte das beispielsweise vor drei Jahren die streng geheimgehaltenen Einsätze von Spezialeinheiten der Polizei gegen die „Hells Angels“ und „United Tribuns“ bedeuten können.

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