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In einer Schweizer Firma sind Schüsse gefallen.
In einer Schweizer Firma sind Schüsse gefallen. © Symbolbild: dpa
14.11.2012

Autofahrer mit Waffe zur Fahrt nach Karlsruhe gezwungen

Wegen Verdachts der Geiselnahme, Freiheitsberaubung und Nötigung ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe gegen zwei unbekannte Männer. Nach den bisherigen Erkenntnissen der auch von rheinland-pfälzischen Kollegen unterstützten Ermittler rissen die beiden maskierten Täter am Dienstag gegen 22 Uhr in Pirmasens plötzlich die Tür eines bei roter Ampel anhaltenden Autos auf. Sie zwangen den Mann nach Karlsruhe zu fahren.

Die beiden Männer bedrohten den auf dem Weg zur Arbeit befindlichen 44 Jahre alten Fahrer mit einer Pistole und stiegen zu ihm ins Fahrzeug. In der Folge dirigierten sie den Mann über verschiedene Autobahnen bis nach Karlsruhe. Hier ließen sie ihr Opfer auf dem Adenauerring kurz vor dem Durlacher Tor anhalten, stiegen aus und verschwanden schließlich in unbekannter Richtung.

Die kurz nach 0.45 Uhr alarmierte Polizei löste zwar eine Sofortfahndung aus, diese führte aber nicht zum Erfolg. Von den nur gebrochen Deutsch sprechenden Tätern ist bislang bekannt, dass sie beide etwa 1,80 Meter groß und von normaler Statur sind. Sie trugen Jeans und schwarze Jacken. Der Täter, der den Beifahrersitz eingenommen hatte, ist dunkelhaarig und trug einen Armee-ähnlichen Parka mit mehreren Außentaschen. Darunter hatten beide dunkle Pullis an, deren Kapuzen sie sich über den Kopf gezogen hatten. Zur Maskierung trugen sie dunkle Halstücher vor dem Mund.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Täter beim Verlassen des Fahrzeuges, eines dunkel lackierten VW Touran mit PS-Kennzeichen, nahe des KIT Campus Süd beobachtet wurden. pol

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