nach oben
Die Notbremse gezogen hat ein Filialleiter eines Geschäftes in Mannheim. Er hatte den Rapper Kurdo zu einer Autogrammstunde eingeladen und dann Angst davor bekommen, den Fanansturm nicht mehr bewältigen zu können. Er sagte die Veranstaltung dann ab, als die Fans schon gegen die Ladentüre trommelten.
Die Notbremse gezogen hat ein Filialleiter eines Geschäftes in Mannheim. Er hatte den Rapper Kurdo zu einer Autogrammstunde eingeladen und dann Angst davor bekommen, den Fanansturm nicht mehr bewältigen zu können. Er sagte die Veranstaltung dann ab, als die Fans schon gegen die Ladentüre trommelten. © Symbolbild: dpa
31.05.2014

Autogrammstunde mit Gangster-Rapper Kurdo läuft aus dem Ruder

Mannheim. Völlig aus dem Ruder gelaufen ist die Neueröffnung eines Geschäfts in der Innenstadt von Mannheim. Die Firma hatte dazu am Freitag den Gangster-Rapper Kurdo eingeladen. Rund 500 Jugendliche versuchten laut Polizeimeldung vom Samstag nun Zugang zu dem Geschäft zu erlangen, dessen Filialleiter sich aufgrund des unerwarteten Andrangs nicht traute, die Eingangstür zu öffnen.

Die Massen drückten daher gegen die Tür. Es drohte der Ausbruch einer Massenpanik. Da die Gefahr bestand, dass Menschen verletzt werden, entschloss sich der Filialleiter, die Autogrammstunde abzusagen. Allerdings blieben entsprechende Laufsprecherdurchsagen des Filialleiters und der Polizei zunächst erfolglos. Sie endeten in Beleidigungen aus der erbosten Menge.

Erst nachdem das Auto des Rappers demonstrativ wegfuhr, leerte sich der Platz vor dem Geschäft und die Gefahrenlage entspannte sich. Entgegen einer anderslautenden Meldung in Facebook macht die Polizei Mannheim allerdings darauf aufmerksam, dass die Autogrammstunde nicht durch die Polizei abgesagt wurde, vielmehr sah sich der Veranstalter nicht mehr in der Lage einen störungsfreien Ablauf der Autogrammstunde zu gewährleisten.