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Mit einem Strahl Pfefferspray hat ein Karlsruher Parkhaus-Aufseher auf schmerzhafte Art den Urinstrahl eines Wild-Pinklers unterbunden.
Mit einem Strahl Pfefferspray hat ein Karlsruher Parkhaus-Aufseher auf schmerzhafte Art den Urinstrahl eines Wild-Pinklers unterbunden. © dpa
27.05.2011

Autsch! Parkhaus-Aufseher unterbindet wildes Urinieren

KARLSRUHE. Das tut schon beim Lesen weh: Ein 25-jähriger Mann hat in der Nacht zum Freitag sein öffentliches Wasserlassen in einem Karlsruher Parkhaus mit heftigen Schmerzen bezahlt. Sein bestes Stück musste nämlich eine Pfefferspray-Attacke des erbosten Parkhaus-Aufsehers erdulden.

Wer an öffentliche Gebäude pinkelt, muss damit rechnen, dass er zur Rechenschaft gezogen wird. Zum Beispiel durch ein Ordnungsgeld. In Karlsruhe hat nun ein Parkhaus-Aufseher solch eine eklige Angelegenheit selbst in die Hand genommen - allerdings mehr im übertragenen Sinne.

Von dem wilden Urinieren des 25-Jährigen ausgerechnet in seinem Parkhaus war der um Ordnung und Sauberkeit bemühte Mann wenig begeistert. Da der Parkhaus-Pinkler trotz deutlicher Aufforderung seinen öffentlichen Toilettengang nicht unterbrechen wollte (oder konnte?), sprühte der Aufseher den Quell des feuchten Übels kurzerhand mit Pfefferspray ein und, so meldet es die Polizei, "sorgte so für ein abruptes Ende des eigentlich erleichternden Vorgangs".

Ob die schmerzhafte Erfahrung den Open-Air-Pinkler in Zukunft davon abhalten wird, in Parkhäusern gegen den Beton zu urinieren, ist fraglich. Der Parkhaus-Aufseher allerdings dürfte es sich in Zukunft zweimal überlegen, sein Pfefferspray gegen jenes spezielle Körperteil einzusetzen. Schließlich, so sieht es die Polizei, hätte er "wissen müssen, dass man andere nicht einfach so mit Pfefferspray besprühen darf - und schon gleich gar nicht an dieser Stelle". Den Aufseher erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. pol

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