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Das hätte ins Auge gehen können: Ein Chemielaborant hatte daheim Sprengstoff gelagert, der sich unter Umständen selbst entzündet hätte.
Das hätte ins Auge gehen können: Ein Chemielaborant hatte daheim Sprengstoff gelagert, der sich unter Umständen selbst entzündet hätte. © dpa
11.08.2010

Azubi hat hochbrisanten Sprengstoff gelagert

ÖSTRINGEN. Unter den am Montag in Östringen bei einem 18-jährigen Chemielaboranten-Azubi sichergestellten Chemikalien befanden sich auch etwa 70 Gramm des Sprengstoffes Acetonperoxid. Sachverständige des Landeskriminalamtes brachten das Material deshalb noch am Dienstag auf dem Bauhof zur kontrollierten Detonation.

Dieses von dem jungen Mann offenbar selbst gefertigte Laborat wird als hoch brisant eingestuft und kann sich bei unsachgemäßem Umgang selbst entzünden. Das Material wurde auf dem Bauhof zur Explosion gebracht. Gleiches geschah in einem Erdloch am nördlichen Rand von Östringen mit noch einmal etwa 70 Gramm des Stoffes, die von den Beamten bei der weiteren Durchsuchung der von Müll durchzogenen Räume des 18-Jährigen entdeckt wurden.

Wie berichtet, war die Polizei nach einem Zeugenhinweis am Montag in der Wohnung des jungen Mannes eine Vielzahl chemischer Substanzen gestoßen. Zu den Beweggründen seines Handelns wollte sich der 18-Jährige bislang nicht äußern. Ein politisch motivierter Hintergrund dürfte nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bruchsaler Kriminalpolizei auszuschließen sein. pol