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Schnell ist über Facebook eine Party organisiert. Doch nicht immer wird der Spaß auch realisiert. In Backnang muss die Polizei Facebook-Partys gleich an mehreren Orten verbieten.
Schnell ist über Facebook eine Party organisiert. Doch nicht immer wird der Spaß auch realisiert. In Backnang muss die Polizei Facebook-Partys gleich an mehreren Orten verbieten. © dpa
28.06.2012

Backnanger Polizei verbietet Facebook-Partys in Serie

Facebookpartys können ein riesiger Spaß werden, wenn sie gut vorbereitet sind. Oder sie bedeuten riesigen Stress für unfreiwillige Gastgeber und Polizisten, die anderen den Spaß verderben müssen, weil sonst die Party eskalieren könnte. So hat man sich in Backnang entschlossen, ein Verbot gegen eine Facebookparty auszusprechen, zu der bis Donnerstagabend 22.500 Menschen auf der Plattform per Klick ihr Kommen zugesagt haben. Das zeige Wirkung, erklärt die Polizei. Aber die Beamten scheinen trotzdem weit davon entfernt zu sein, sich ausruhen zu können.

"Während viele User zu verstehen geben, dass sie von der Veranstaltung fern bleiben werden, gibt es Uneinsichtige die nun einen neuen Standort für eine Veranstaltung vorschlagen", meldet die Polizei. Aktuell werde von den Partyhungrigen auf Facebook eine Örtlichkeit in Schwaikheim diskutiert. Auch diese Veranstaltung aber, so erklärt die Polizei, wird verboten. Und: Die Polizei werde auch kurzfristig neu bekannt gegebene Veranstaltungsorte im Rahmen der Eilzuständigkeit nach dem Polizeigesetz untersagen.

Die Polizei betont, dass es nicht darum gehe, jungen Leuten das Feiern zu verbieten. Im konkreten Fall sei es aber angesichts der zu erwarteten Menschenmassen und aufgrund polizeilicher Erfahrungswerte das Risiko zu groß. Von einer unkoordinierten Massenveranstaltung würden nicht absehbare Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung drohen. Übermäßiger Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen seien, so die Polizei, ebenso zu erwarten wie Kreislaufzusammenbrüche aufgrund der hochsommerlichen Wetterprognose oder gar eine Massenpanik in der Menschenmenge. Erschwerend komme hinzu, dass auf einschlägigen Internetseiten sogar zu Ordnungsstörungen aufgerufen werde.

Die Polizei weist nochmals ausdrücklich auf die Konsequenzen hin, die bei der Teilnahme an der verbotenen Party drohen: Personalienfeststellung, Ordnungsgelder bis zu 1.000 Euro, Platzverweise und Gewahrsamnahmen mit weiteren Gebühren können auf die jungen Partygäste zukommen. Die Abholung von Minderjährigen durch die Erziehungsberechtigten im Sinne des Jugendschutzes sei bindend. pol

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