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Baden-Württemberg kämpft mit Schneemasse © dpa
25.12.2010

Baden-Württemberg kämpft mit Schneemassen

STUTTGART/BERLIN. In der Nacht zum ersten Weihnachtstag hat es in Deutschland erneut kräftig geschneit. Am Morgen gab es für einen Streifen von Baden-Württemberg nach Thüringen und Sachsen noch Warnungen vor unwetterartigem Schneefall. Massenhaft Schnee gab es auch im Norden: Weil Sturmböen den Schnee zu immer neuen Hürden auftürmten, waren viele Straßen unpassierbar - in Niedersachsen ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern. Bildergalerie: Weiße Weihnachten und schneebedeckte Autobahnen in Baden-WürttemBei der Deutschen Bahn hieß es am Morgen: «Wir haben glücklicherweise kaum noch Streckensperrungen.» Auf Rügen sei derzeit kein Zug unterwegs, es werde aber eine Schneefräse eingesetzt. Zwischen Berlin und Stralsund sei eine Fräse bereits unterwegs und die Strecke am Vormittag wohl wieder frei.

Die am Freitag zeitweise wegen vereister Oberleitungen gesperrte Strecke Berlin-Hannover sei weitgehend störungsfrei, sagte der Sprecher. Lediglich bei Gardelegen in Sachsen-Anhalt sowie zwischen Magdeburg und Braunschweig sind kleine Abschnitte nur eingleisig zu befahren. In der Region Münster rollten die Züge wieder ungehindert.

Nach wie vor gebe es Verspätungen, die aber weniger starke Domino- Effekte auf andere Verbindungen hätten wie am Vortag, da es am ersten Weihnachtsfeiertag traditionell weniger Bahnverkehr gebe. Auf den Flughäfen herrschte weitgehend Normalbetrieb. Es können wegen der nötigen Enteisung der Maschinen zu kleineren Verspätungen kommen, hieß es lediglich.

Polizeileitstellen berichteten am Morgen von zahlreichen Glätteunfällen, die aber nur Blechschäden zur Folge gehabt hätten. «Die Leute sind richtig weihnachtslieb», sagte ein Sprecher der Polizei im hessischen Offenbach.

Starke Schneefälle an Heiligabend haben für zahlreiche Unfälle und Behinderungen auf den Straßen von Baden- Württemberg gesorgt. Nach Auskunft des Innenministeriums gab es auf allen Straßen des Landes zwischen Freitag 12.00 Uhr und Samstag 10.00 Uhr insgesamt 838 Unfälle. Dabei wurden 89 Menschen verletzt, 12 davon schwer. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 3,1 Millionen Euro.

Wie das Lagezentrum berichtete, waren am Morgen alle Straßen des Landes auch in der tieferen Lagen schneebedeckt. Zu größeren Sperrungen kam es nicht. «Es wird noch etwas dauern, bis der Schnee- und Räumdienst, die Straßen komplett geräumt hat. Die Leute sind alle vernünftig, fahren moderat und passen auf ihr heilig's Blechle auf», sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes. Er warnte vor Glatteisgefahr am Nachmittag und in der Nacht zum Sonntag, weil die Temperaturen sinken sollen.