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05.09.2015

Baden-Württemberg nimmt bis zu 910 Flüchtlinge aus Ungarn auf

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg will bis zu 910 Flüchtlinge aufnehmen, die zunächst in Ungarn aufgehalten wurden und nun nach Deutschland kommen. Das sagte der Chef der Staatskanzlei, Klaus-Peter Murwawski, am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Regierungen Österreichs und Deutschlands hatten sich am Freitag darauf verständigt, die Migranten einreisen zu lassen. Nach Murawskis Angaben werden an der bayerischen Grenze bis zu 7000 Flüchtlinge aus Ungarn erwartet. Davon nehme Baden-Württemberg nach dem Königsteiner Schlüssel, einem bundesweiten Verteilschlüssel, bis zu 910 auf.

Es werde versucht, die Menschen in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) unterzubringen, sagte Murawski. Reiche dies nicht, werde die geplante Flüchtlingsunterkunft in der bisherigen Hochschule für Polizei in Wertheim (Main-Tauber-Kreis) vorzeitig aufgemacht. Das Personal soll über die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk mobilisiert werden - und zwar per Katastrophenalarm.

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