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Flüchtlinge am Münchener Hauptbahnhof.
Flüchtlinge am Münchener Hauptbahnhof. © dpa
08.09.2015

Baden-Württemberg nimmt weitere Flüchtlinge aus München auf

Baden-Württemberg hat noch einmal mehr als 600 Flüchtlinge aufgenommen, die über die Balkanroute nach Bayern gekommen waren. Die Asylbewerber seien am Montag mit Bussen aus München nach Baden-Württemberg gebracht und auf Unterkünfte in Sigmaringen, Freiburg, Heidelberg und Sasbachwalden (Ortenaukreis) verteilt worden, hieß es am Dienstag aus dem Innen-, Integrations- und Staatsministerium in Stuttgart.

Wegen der von Deutschland und Österreich beschlossenen Sonderaktion zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Ungarn waren in den vergangenen Tagen deutlich mehr Asylbewerber nach Baden-Württemberg gekommen als gewöhnlich. Nach Angaben des Chefs der Staatskanzlei, Klaus-Peter Murawski, hat Baden-Württemberg seit Samstag insgesamt mehr als 2700 neue Flüchtlinge untergebracht.

Unterdessen holte die Bundespolizei in der Nacht zum Dienstag rund 90 Migranten aus zwei Schnellzügen. Die Männer, Frauen und Kinder seien von Ärzten versorgt worden, sagte ein Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Stuttgart. Viele von ihnen kämen aus Syrien, Eritrea und dem Irak. 50 kamen mit einem Intercity und weitere 40 mit einem ICE aus München. Für die Flüchtlinge gehe es nach der Erfassung durch die Behörden am Stuttgarter Bahnhof weiter zur Erstaufnahme des Landes nach Karlsruhe. Die Bundespolizei verzeichnet derzeit im Schnitt etwa doppelt so viele Geflüchtete, die täglich mit dem Zug in Stuttgart landen, als noch vor wenigen Wochen. Ihre Zahl habe sich von 10 bis 50 auf rund 100 am Tag erhöht, sagte die Sprecherin.