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25.02.2011

Bahnreisende von Warnstreik hart getroffen

STUTTGART. Die zweite Warnstreikwelle der Lokführer-Gewerkschaft GDL hat die Reisenden in Baden-Württemberg am Freitagvormittag hart getroffen. Im ganzen Land fielen nach Bahnangaben zahlreiche Züge aus oder waren verspätet. Die S-Bahnen im Großraum Stuttgart standen erneut komplett still und auch im Fern- und Regionalverkehr gab es Beeinträchtigungen.

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«Einzelne Züge fahren, aber viele fallen auch aus», sagte ein Bahnsprecher. Die Warnstreiks dauerten bis 11.30 Uhr an. Danach wird es nach Schätzungen der Bahn mehrere Stunden dauern, bis sich der Zugverkehr normalisiert hat.

Die Bahn setzte in den Bahnhöfen im Land mehr Servicepersonal ein, um sich um die gestrandeten Reisenden zu kümmern. Zudem können die Bahnkunden sich ihre Fahrkarten erstatten lassen oder kostenlos einen anderen Zug nehmen. Trotz dieser Maßnahmen hatten die meisten Reisenden an den Bahnhöfen wenig Verständnis für die Warnstreiks. Sie ärgerten sich über verpasste Termine und ausgefallene Kurzurlaube.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit dem bundesweiten Streik ein besseres Angebot der Arbeitgeber erzwingen und einen flächendeckenden Tarifvertrag durchsetzen. Es ist nach Dienstag bereits der zweite Warnstreik innerhalb einer Woche. Dieses Mal sollte der Ausstand drei Stunden dauern und damit eine Stunde länger als noch am Dienstag.

Die Bahn hat eine kostenlose Hotline geschaltet: Unter der Rufnummer 08000-996633 können sich Fahrgäste über die konkreten Auswirkungen der Aktionen informieren. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter 0049-1805 334444. dpa