nach oben
Ein S21-Gegner hält ein Protestschild vor den Hauptbahnhof in Stuttgart. Das Thema Stuttgart 21 galt mit einer Volksabstimmung im Herbst 2011, als eine Mehrheit der Bürger für den Weiterbau stimmte, weitgehend als befriedet. Doch zum zweijährigen Jubiläum der grün-roten baden-württembergischen Landesregierung drängt das Thema abermals mit aller Macht an die Oberfläche.
Bahnvorstand Kefer wirbt um Landesbeteiligung an Filderbahnhof © Symbolbild: dpa
19.03.2013

Bahnvorstand Kefer wirbt um Landesbeteiligung an Filderbahnhof

Stuttgart. Bahn-Technikvorstand Volker Kefer wirbt am Dienstag erneut um eine Beteiligung des Landes am veränderten S-21-Filderbahnhof. Er trifft in Stuttgart mit Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zusammen, der ihm über einen Sprecher bereits vorab einen Korb gegeben hatte.

Die S-21-Bauherrin Bahn will die Mehrkosten für den veränderten Halt am Landesflughafen von 224 Millionen Euro auf die Projektpartner abwälzen und hat dafür ein Ultimatum bis zu diesem Freitag gesetzt. Sollten die Projektpartner bis dahin eine Übernahme der Zusatzkosten verweigern, will der Konzern die ursprünglich geplante Trasse bauen.

Bislang haben neben dem Land auch die Landeshauptstadt Stuttgart und der Landesflughafen eine Finanzierung über das bereits zugesagte Maß hinaus abgelehnt. Stuttgarts OB Fritz Kuhn (Grüne) drängte am Montag in einem Gespräch mit Kefer darauf, möglichst rasch eine Sitzung des Lenkungskreises einzuberufen, wie die Landeshauptstadt mitteilte.

Zum Thema Mehrkostenübernahme wollte sich ein Sprecher am Montag nicht äußern. Die veränderte Planung war aus der Bürgerbeteiligung zu der Gestaltung von Stuttgart 21 auf den Fildern bei Stuttgart («Filderdialog») als zweitbeste Variante hervorgegangen.