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25.02.2014

Bande soll Seniorin um 263 000 Euro betrogen haben

Heidelberg. Betrug in großem Stil: Mit falschen Gewinnversprechen soll eine Bande eine hochbetagte Seniorin am Telefon hereingelegt und um mindestens 263 000 Euro gebracht haben. Einer der mutmaßlichen Betrüger muss sich dafür am Donnerstag (27. Februar) vor dem Heidelberger Amtsgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 23-Jährigen vor, die knapp 90-Jährige zwischen Mai 2012 und Februar 2013 zu Zahlungen gedrängt zu haben. Er erzählte ihr danach, sie habe in den Niederlanden eine große Geldsumme gewonnen. Bekommen könne sie den Gewinn aber nur, wenn sie Steuern, Gebühren und Auslagen vorschieße.

Kleinere Beträge müsse sie angeblich per Post verschicken, größere würden in bar von ihr abgeholt, soll ihr der Angeklagte erzählt haben. Mutmaßliche Mittäter gaben sich dafür den Angaben zufolge als Notare, Rechtsanwälte und Lotteriemitarbeiter aus. Die Frau glaubte die Geschichte und zahlte mindestens 263 000 Euro - zum Teil übergab sie wertvollen Schmuck. Das 1923 geborene Opfer ist inzwischen tot.

Die Bande soll von der Türkei und von Deutschland aus mit wechselnden Mobiltelefonen gearbeitet haben. Für Donnerstag sind zwölf Zeugen geladen. Ein Urteil soll es noch am selben Tag geben.