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01.07.2016

Banker betrügt Seniorin um fast 377.000 Euro

Mannheim. Der ehemalige Filialleiter einer Bank in Mannheim soll eine 73-jährige Kundin zusammen mit zwei Komplizen um fast 377.000 Euro gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern Betrug in einem besonders schweren Fall vor und hat Anklage vor dem Landgericht erhoben.

Zwischen der alleinstehenden und gesundheitlich eingeschränkten Frau und dem Filialleiter habe ein langjähriges Vertrauensverhältnis bestanden. In den Jahren 2009 bis 2011 schottete der Bankmanager sie zusammen mit Komplizen systematisch von der Außenwelt ab. Und: Die Männer sollen die Seniorin in ihrer Wohnung per Mikrofon überwacht haben. Sie hätten auch ihre Post umgeleitet und einzelne Nummern ihres Telefons gesperrt. Die Beschuldigten brachten die Rentnerin dazu, nachteilige Vermögensverfügungen zu treffen Sie hätten vorgegeben, sich um die finanziellen Angelegenheiten der Frau zu kümmern und ihr Opfer sogar zum Umzug in eine Wohnung im Besitz eines der Beschuldigten bewegt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Peter Lintz. Als fast 377.000 Euro aus Rentenversicherungen und Wertpapieren weg waren, wurde die Frau doch misstrauisch und meldete sich bei der Polizei.

Der Bank soll dadurch ebenfalls ein Schaden von mehr als 300.000 Euro entstanden.