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Symbolbild Bundespolizei © Symbolbild Bundespolizei
26.04.2015

Bankkarten-Fälscher geht Bundespolizei am Münchner Flughafen ins Netz

Flughafen München. Am Donnerstagabend ist der Bundespolizei ein mit Untersuchungshaftbefehl gesuchter rumänischer Staatsangehöriger ins Netz gegangen. Als die Bundesbeamten den Mann bei seiner Ankunft aus Bukarest kontrollierten, klickten die Handschellen. Der Rumäne soll zu einer Bande gehört haben, die in Deutschland Bankautomaten manipuliert hat.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wirft dem 38-Jährigen die Verabredung zu gewerbs- und bandenmäßiger Fälschung von Zahlungskarten sowie zu gewerbs- und bandenmäßigem Computerbetrug vor. Das Amtsgericht in Karlsruhe hatte folglich gegen den Rumänen einen Untersuchungshaftbefehl erlassen, aufgrund dessen ihn die Münchner Bundespolizisten jetzt festnahmen.

Die Nacht auf Freitag musste der Festgenommene dann bei der Bundespolizei am Münchner Flughafen verbringen. Im Laufe des Vormittags werden die Beamten den Rumänen dem Erdinger Haftrichter vorführen.

Beim sogenannten "Skimming" installieren die Täter vor dem Karteneinschubschacht der Geldautomaten ein manipuliertes Kartenlesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte, um in den Besitz der Kartendaten zu kommen. Um an die PIN zu gelangen, wird das Eintippen der Nummer mit einer Kamera oder einem Foto-Handy aufgezeichnet. Danach werden Kartendubletten hergestellt, mit denen die Täter dann an meist ausländischen Bankautomaten das Konto der Geschädigten plündern.