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Auf der A8 bei Leonberg kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Unfällen im Baustellenbereich.
Auf der A8 bei Leonberg kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Unfällen im Baustellenbereich. © dpa
Auf der A8 bei Leonberg kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Unfällen im Baustellenbereich.
Auf der A8 bei Leonberg kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Unfällen im Baustellenbereich. © dpa
26.07.2016

Behörden warnen nach Unfällen vor Navi-Nutzung auf A8 bei Leonberg

Das Regierungspräsidium Stuttgart warnt Autofahrer vor der Nutzung von Navigationsgeräten am Autobahndreieck Leonberg (Kreis Böblingen). Im Bereich einer Wanderbaustelle führten die Geräte zu Verwirrung, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag sagte.

Obwohl alle drei Spuren der Autobahn 8 in Richtung München frei seien, schicke das Navi seine Nutzer auf die übergeleitete linke Spur. So mancher Autofahrer verlasse sich derart auf die Technik, dass er die durchgezogenen Linien ignoriere. Dabei herrsche erhöhte Unfallgefahr. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Mit speziellen Verkehrsschildern wird nun darauf hingewiesen, dass die Navigation nicht richtig funktioniert. Die Maßnahme sei in Absprache mit der Polizei beschlossen worden, hieß es. Nachdem die Arbeiten Ende April an der A8 aufgenommen worden waren, ereigneten sich laut Polizei in den Monaten Mai und Juni rund 80 Unfälle in dem Bereich. Die Beamten in Ludwigsburg verzeichnen nach Angaben einer Sprecherin zwar bislang insgesamt nicht mehr Unfälle, sie gehen aber von einer Gefährdung aus. Für die Dauer der Arbeiten bis voraussichtlich Ende September soll die Navi-freie Zone noch bestehen bleiben.

«Wenn die Navigation nicht elektronisch funktionieren will, erzielen Schilder vielleicht einen größeren Erfolg», sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart. Die Maßnahme sei wohl die einzige Lösung, da man auf die Anbieter der Navi-Systeme keinen Einfluss habe. Ein vergleichbarer Fall, bei dem entsprechende Schilder nötig waren, sei im Südwesten bislang nicht bekannt.

Immer wieder lassen sich Autofahrer von ihren Navigationsgeräten in die Irre führen. Jüngst musste die Polizei etwa eine Urlauberin in Biederbach im Schwarzwald retten. Sie hatte sich mitten im Wald verirrt, weil sie sich auf das Gerät verlassen hatte.