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Zwischen Stuttgart und Vaihingen ist ein Eisblock gegen die Führerhaus-Scheibe eines Interregio-Express gekracht. Die äußere Scheibe hielt dem Geschoss stand, die innere Scheibe der Doppelverglasung aber flog komplett aus dem Rahmen und auf den Zugführer.
Zwischen Stuttgart und Vaihingen ist ein Eisblock gegen die Führerhaus-Scheibe eines Interregio-Express gekracht. Die äußere Scheibe hielt dem Geschoss stand, die innere Scheibe der Doppelverglasung aber flog komplett aus dem Rahmen und auf den Zugführer. © Michael Müller
Endstation für den IRE (18.59 Uhr) von Stuttgart Hauptbahnhof in Richtung Westen hätte der Hauptbahnhof in Karlsruhe sein sollen. Nach einem Zugunglück kurz vor Vaihingen war jedoch in Vaihingen Endstation für den beschädigten IRE und die vielen Fahrgäste aus der Region, die erst sehr spät am Abend in Mühlacker oder Pforzheim eintrafen.
Endstation für den IRE (18.59 Uhr) von Stuttgart Hauptbahnhof in Richtung Westen hätte der Hauptbahnhof in Karlsruhe sein sollen. Nach einem Zugunglück kurz vor Vaihingen war jedoch in Vaihingen Endstation für den beschädigten IRE und die vielen Fahrgäste aus der Region, die erst sehr spät am Abend in Mühlacker oder Pforzheim eintrafen. © Michael Müller
11.12.2012

Bei Vaihingen: Eisblock fliegt auf IRE - Zugführer verletzt

Schrecksekunde für die Fahrgäste des Interregio-Express von Stuttgart nach Pforzheim: Aus voller Fahrt bremst der Zug am Dienstagabend gegen 20 Uhr kurz vor Vaihingen heftig ab. Dann folgt die Zugdurchsage, dass ein Notarzt im Triebwagen gebraucht werde. Langsam rollt der Zug weiter, um im Vaihinger Bahnhof endgültig stehen zu bleiben. Der Grund: Ein Eisblock, der sich von einem entgegenkommenden Zug gelöst hatte, war gegen die Frontscheibe im Führerhaus gekracht, wobei der Zugführer verletzt wurde.

Der Unfall soll bei Tempo 160 passiert sein, wie der im Zug mitfahrende, in Keltern-Ellmendingen wohnende Michael Müller gegenüber PZ-news berichtete. Dass der Zugfahrer diesen heftigen Aufprall überlebt hat, dürfte an der speziellen Doppelverglasung des Triebwagens gelegen haben. Die äußere Scheibe sei, so ein Sprecher der Bundespolizei, zwar gesplittert, aber noch im Rahmen geblieben. Die innere Scheibe aber sei ins Innere des Triebwagens geflogen und habe den Zugführer verletzt. Der sei, so der Polizeisprecher, ambulant in einem Krankenhaus behandelt worden.

Der Mann habe noch eine kontrollierte Bremsung einleiten können. Eine Schnellbremsung hätte eventuell zu Verletzungen bei Fahrgästen führen können.

Michael Müller wollte eigentlich um 19.29 Uhr im Hauptbahnhof Pforzheim aussteigen. Der Interregio-Express, der um 18.59 Uhr in Stuttgart hätte abfahren sollen, habe rund 40 Minuten Verspätung gehabt, weil er auf einen anderen Zug hätte warten müssen. Kurz vor dem ersten Halt in Vaihingen sei dann der Unfall passiert. Die Fahrgäste wären, so Müller, alle weitgehend ruhig geblieben und hätten Verständnis gezeigt. Zunächst einmal aber saßen sie alle in Vaihingen fest.

Über das Ausmaß und die Dauer der Behinderungen auf der Bahnstrecke zwischen Pforzheim und Stuttgart gab es am Abend noch keine Informationen. Auch der junge Mann aus Keltern-Ellmendingen wollte sich nicht auf eine lange Nacht gefasst machen und bat seine Eltern, ihn in Vaihingen abzuholen. Um 23 Uhr war er daheim.