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Die 66-jährige Verena Löbnitz wurde vergangenen Donnerstag tot in ihrer brennenden Wohnung in Karlsruhe aufgefunden. Die Kripo geht von einem Gewaltverbrechen aus. 
Die 66-jährige Verena Löbnitz wurde vergangenen Donnerstag tot in ihrer brennenden Wohnung in Karlsruhe aufgefunden. Die Kripo geht von einem Gewaltverbrechen aus.  © Polizei
22.05.2017

Bei Wohnungsbrand gefundene Tote wurde Opfer eines Gewaltverbrechens

Karlsruhe. Die 66-jährige Verena Löbnitz wurde vergangenen Donnerstag tot in ihrer brennenden Wohnung in Karlsruhe aufgefunden. Die Kripo hat nun den Verdacht auf ein Gewaltverbrechen bestätigt. Die Frau war bereits tot, bevor das Feuer ausgebrochen war. Die Ermittler zu diesem Tötungsdelikt arbeiten mit Hochdruck.

Polizei und Feuerwehr wurden gegen 9 Uhr am Donnerstagmorgen wegen eines Wohnungsbrands an der Albtalstraße 4 verständigt. Bei den Löscharbeiten wurde die leblose Mieterin von der Feuerwehr geborgen. Die Rettungskräfte konnten der Frau nicht mehr helfen, sie war bereits tot. Da von einem Gewaltverbrechen ausgegangen wurde, ist eine Sonderkommission eingerichtet worden.

Durch bereits fortgeschrittene Ermittlungen hat sich der Verdacht auf ein Gewaltverbrechen bestätigt. Im Rahmen einer Obduktion wurden schwere Verletzungen im Kopf- und Halsbereich sowie am Oberkörper entdeckt. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass Frau Löbnitz bereits vor Ausbruch des Brandes tot war. Das Feuer wurde nach Spurenlage und Begutachtung durch einen Brandsachverständigen vorsätzlich gelegt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen lebte Verena Löbnitz alleine und zurückgezogen. Es ist nur wenig über ihre persönlichen Kontakte und ihr Umfeld bekannt. Sie soll allerdings regelmäßig die Wochenmärkte auf dem Gutenbergplatz und Stephanplatz aufgesucht haben. Zuletzt wurde sie am 15. Mai lebend gesehen.

Die Polizei sucht deshalb nach Zeugen, die Verena Löbnitz alleine oder in Begleitung weiterer Personen gesehen haben, beziehungsweise das Opfer persönlich kannten. Diese und andere Personen, die durch Hinweise oder sonstige Angaben zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter Telefon (0721) 939-5555 in Verbindung zu setzen. Das vertrauliche Telefon (0721) 939-6666 ist weiterhin rund um die Uhr geschaltet. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe eine Belohnung von 3000 Euro ausgelobt.