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So wie diese Stute in Niedersachsen von einem Pferderipper auf der Weide getötet wurde, so hat nun auch in Ludwigsburg ein Pferdequäler brutal zugeschlagen. Die Stute wurde niedergestochen und aufgeschlitzt.
So wie diese Stute in Niedersachsen von einem Pferderipper auf der Weide getötet wurde, so hat nun auch in Ludwigsburg ein Pferdequäler brutal zugeschlagen. Die Stute wurde niedergestochen und aufgeschlitzt. © Symbolbild: dpa
15.07.2014

Belohnung auf Pferderipper ausgesetzt - Keine Spur vom Fleisch

Ludwigsburg. Noch keine heiße Spur haben die bisherigen polizeilichen Ermittlungen im Fall der in der Nacht zum Sonntag auf einer Koppel bei Ludwigsburg-Poppenweiler brutal getöteten Stute ergeben. Von privater Seite wurde eine Belohnung von 3500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung oder Ergreifung des oder der Täter führen. Die Pferdebesitzerin hatte ihre Stute erstochen und aufgeschlitzt auf der Koppel gefunden.

Wie ein Ludwigsburger Polizeisprecher gegenüber PZ-news erklärte, gebe es wohl keinen sexuellen Hintergrund bei dieser Tiertötung. Eine Untersuchung der Stute hätte keine Hinweise auf sexuelle Handlungen ergeben. Auch ein Zusammenhang mit zwei Pferdequälereien in Bönnigheim, wo mehrere junge Täter beobachtet wurden, sei nicht zu sehen. Unklar sei ferner, so der Polizeisprecher, ob ein Einzeltäter oder eine Gruppe für die Tötung der Stute in Poppenweiler verantwortlich sind.

Als die Pferdebesitzerin am Sonntagmorgen auf ihrer Koppel nach den Pferden sehen wollte, fiel ihr sofort die tote, 18-jährige Stute auf. Sie wies mehrere Stichverletzungen auf. Rücken- und Bauchbereich waren auf der ganzen Länge aufgeschlitzt und im Rückenbereich war Fleisch teilweise entfernt worden. Ein zweites Pferd wurde ebenfalls durch Stiche verletzt und musste tierärztlich versorgt werden.

Das entfernte Fleisch ist bislang noch nicht gefunden worden. Der Verdacht liegt nahe, so der Polizeisprecher, dass der oder die Täter das Fleisch an einem etwa 50 Meter entfernten Grillplatz gegrillt und verspeist haben. Polizeibeamte fanden am Tatort eine Einweg-Grillschale. Bei der Überprüfung des Grillplatzes stellte sich heraus, dass dort gefeiert worden war. Eine ursprünglich neben der Koppel abgelegte Palette war als Feuerholz verwendet worden. Ob Besucher des Grillplatzes in Verbindung mit der Tat zu bringen sind, steht aber, so die Ludwigsburger Polizei, noch nicht fest.

Reste von Pferdefleisch wurden am Grillplatz jedenfalls nicht gefunden. Dafür aber einige andere Spuren, die wie die Spuren vom Tatort jedoch erst noch ausgewertet werden müssen.

Die Polizei rät Pferdebesitzern, die Besuchsintervalle auf den Weiden zu verkürzen und besonders aufmerksam zu sein oder nach Möglichkeit die Tiere in gesicherten Ställen unterzubringen. Die Belohnung in Höhe von 3500 Euro, so meldet es die Polizei Ludwigsburg, sei ausschließlich für Privatpersonen, aber nicht für Amtsträger, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Sachdienliche Hinweise nimmt der Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Telefon (07142) 405-0, entgegen.

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