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18.09.2015

Bestürzung in Karlsruher Rathaus nach schwerem Busunfall in Frankreich

Nizza/Karlsruhe. Jähes Ende einer Urlaubsreise: Bei einem Unglück mit einem Reisebus aus Baden sind in Südfrankreich nach Angaben der dortigen Polizei eine 71-jährige Deutsche getötet und 25 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen wurden am Donnerstag mit schweren Verletzungen in Kliniken gebracht, darunter auch der Busfahrer. 18 weitere erlitten leichte Blessuren. Mit dem Bus waren nach Angaben des Unternehmens mehr als 20 Reisende aus dem Karlsruher Raum unterwegs in den Urlaub.

Das Unglück löste im Rathaus der Stadt Karlsruhe große Bestürzung aus: Es handele sich bei der Reisegruppe vor allem „um ehemalige Führungskräfte der Stadtverwaltung und deren Gesellschaften mit ihren Begleitungen“, teilte die Stadt mit. Wie berichtet, ereignete sich das Unglück am Donnerstagnachmittag an einer Mautstation auf der Autobahn bei La Turbie nahe Monaco. Der Reisebus durchbrach die Barriere und erfasste drei Autos sowie ein Motorrad. Womöglich waren die Bremsen des Busses defekt. Fahrgäste hätten von Problemen mit den Bremsen während der Fahrt berichtet, sagte ein Sprecher der Gendarmerie in Nizza. Dies müsse aber noch bestätigt werden. Vom Busunternehmen aus Baden hieß es gestern, die Bremsen seien vor kurzem erst „neu gemacht“ worden. Ein Bremsversagen sei schwer vorstellbar.