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01.02.2011

Bewährungsstrafe: Spott-E-Mails verraten Bankräuber

WÜRZBURG/KÜNZELSAU. Ein als „wohl dümmster Bankräuber Deutschlands“ ausgelachter Teenager ist zu zwei Jahren Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt worden. Der 19-Jährige aus Mulfingen hatte nach einem Banküberfall mit zunächst geglückter Flucht in E-Mails an Medien und die Polizei über die Ermittlungsarbeit gelästert. Damit verriet er den Fahndern aber seinen Aufenthaltsort.

„Das war mehr als dilettantisch“, sagte der Richter am Amtsgericht Würzburg. Dumm ist der junge Mann nach Angaben eines Psychiaters nicht, eher „gut durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent“. Er wurde wegen schwerer räuberischer Erpressung verurteilt. Der 19-Jährige hatte im August in Röttingen mit einem Messer eine Bank überfallen und 2500 Euro erbeutet. Mit der Absenderadresse „raeuber.von.roettingen@web.de“ berichtete er dann in E-Mails an Presse und Polizei von seiner Flucht nach Hamburg.

Bei den Ermittlungen hätten die Fahnder falsche Schlüsse gezogen, denn er sei kein Bayer, sondern Württemberger. „Es gibt Menschen, die schlau sind, dies aber verbergen. Dies ist meine Kategorie“, schrieb er. Wenig später fasste die Polizei ihn auf der Hamburger Reeperbahn. dpa

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