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27.02.2018

Biker düst durch Rettungsgasse - Vergebliche Flucht vor der Polizei

Ditzingen. Mit dem Motorrad durch die Rettungsgasse düsen und dann im Stau auf der A81 vor der Polizei davon rasen, ist schon ganz schön dreist. Dumm ist es dann, wenn die Polizei dabei Videoaufzeichnungen macht und das Kennzeichen filmt. So muss sich jetzt ein 29-jähriger Biker mit den Folgen seines rücksichtslosen Verhaltens auseinandersetzen.

Aufgrund eines schweren Unfalls am Mittwoch, 21. Februar kam es auf der A81 in Richtung Heilbronn zu einem Rückstau von mehreren Kilometern. In diesem Stau bildeten Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse. Zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach nutzte gegen 15.30 Uhr ein dreister Motorradfahrer diese Rettungsgasse „mutmaßlich zum Zweck des schnelleren Vorwärtskommens“, so die Polizei, und fuhr in der Gasse zwischen dem mittleren und linken Fahrstreifen hindurch.

Beamte der Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg wurden bei der Verkehrsüberwachung der Rettungsgasse auf den Vorfall aufmerksam und entschlossen sich, den Fahrer zu kontrollieren. Sie folgten ihm im Streifenwagen, holten ihn ein und hielten ihn schließlich an. Nachdem sie ihn angesprochen hatten, entzog sich der Fahrer der weiteren Kontrolle und fuhr davon. Trotz einer Verfolgungsjagd mit Blaulicht und Martinshorn konnte der zunächst unbekannte Mann im Stau entkommen.

Anhand einer Videoaufzeichnung und dem abgelesenen Kennzeichen haben Polizeibeamte dann den mutmaßlichen Fahrer ermittelt. Bei ihm handelt es sich um einen 29 Jahre alten Mann, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Der Tatverdächtige muss mit einer Anzeige wegen Fahren ohne Führerscheins, verbotswidrigem Überholen und Verstoß gegen die Rettungsgasse rechnen.