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Die türkisch-stämmige baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD), hier beim Tag der offenen Moschee in Mannheim, will gegen Angst vor dem Islam vorgehen.
Die türkisch-stämmige baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD), hier beim Tag der offenen Moschee in Mannheim, will gegen Angst vor dem Islam vorgehen. © dpa
24.11.2011

Bilkay Öney will gegen Furcht vor Islam vorgehen

Stuttgart. Baden-Württembergs Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) will gegen Angst vor dem Islam vorgehen. «Der Teufelskreis, der seine Kraft aus teilweise islamfeindlichen Haltungen einerseits und der Abschottung einiger Muslime andererseits bezieht, muss und kann durchbrochen werden», sagte sie am Donnerstag in Stuttgart nach dem ersten Treffen des Runden Tisches Islam.

«Auf beiden Seiten – bei den Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft – gibt es leider immer noch zu oft Ignoranz, Unwissenheit und die fehlende Bereitschaft zur Begegnung und Verständigung.» Der Staat könne zwar Integration nicht verordnen, aber die Rahmenbedingungen verbessern. Jeder Bürger müsse seinen Beitrag zu Integration und interreligiösem Dialog leisten - »insbesondere vor dem Hintergrund der jüngst bekanntgewordenen rechtsradikalen Anschläge».

Bei den halbjährlichen Treffen des Gremiums auf Landesebene, an denen etwa Vertreter islamischer Gemeinden, anderer Ministerien und Wissenschaftler teilnehmen sollen, stehen künftig auch rechtliche Fragen und die immer wieder aufkommende Kopftuchdebatte auf dem Programm. dpa

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