nach oben
07.10.2010

Black-Jacket-Mitglied nach Messerstichen freigesprochen

AALEN. Messerattacke aus Notwehr: Das Amtsgericht Aalen (Ostalbkreis) hat am Donnerstag ein 28 Jahre altes Mitglied der Black Jackets vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann zwar am 20. November vergangenen Jahres einen 41-Jährigen aus der Ulmer Bordellszene in der Aalener Innenstadt zweimal mit einem Messer in den Rücken stach und dabei nur knapp einen Lungenflügel verfehlte. Doch Richter Michael Lang sagte aber in der Urteilsbegründung, der Angeklagte habe aus Notwehr gehandelt.

Das Opfer hatte zugegeben, das Black Jacket-Mitglied zuerst geschlagen zu haben, weil er sich von dem Angeklagten bedroht fühlte. Der Angeklagte dagegen gab an, er sei von dem 41-Jährigen in eine Falle gelockt worden. Das Gericht wollte das Urteil nicht als „Freibrief für diese Art des Selbstschutzes“ verstanden wissen. Hintergrund der Auseinandersetzung waren scheinbar Feindseligkeiten zwischen Mitgliedern der Black Jackets und Mitgliedern der Ulmer Rotlichtszene.