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In die Luft gesprengt wurde ein Fahrkartenautomat im beschaulichen Wittighausen. Weil daneben eine größere Blutlache lag, geht die Polizei davon aus, dass sich ein Täter verletzt hat.
In die Luft gesprengt wurde ein Fahrkartenautomat im beschaulichen Wittighausen. Weil daneben eine größere Blutlache lag, geht die Polizei davon aus, dass sich ein Täter verletzt hat. © Polizei
17.09.2013

Blutlache neben gesprengtem Fahrkartenautomat: Täter verletzt?

Wittighausen. Die Haltestelle Gaubüttelbrunn bei Wittighausen ist eigentlich kein Ort für Verbrechen. Eine kleine, wenig frequentierte Haltestelle an der Landesgrenze zu Bayern. Und doch war der Bahnhof Tatort einer gefährlichen Straftat. Ein Fahrkartenautomat wurde gesprengt – und daneben fand sich eine größere Blutlache.

In der Nacht zum Dienstag um 1.50 Uhr ging eine Störungsmeldung bei der Leitstelle der Bahn ein. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte fanden an der Haltestelle Gaubüttelbrunn auf Gemarkung Wittighausen einen völlig zerfetzten Fahrkartenautomaten vor. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten der oder die unbekannten Täter zunächst versucht, den Fahrkartenautomaten gewaltsam zu öffnen, was aber nicht zum Erfolg führte. Anschließend wurde der Automat offensichtlich auf bislang nicht bekannte Art und Weise aufgesprengt.

Der oder die Täter erbeuteten dabei lediglich Münzgeld, wofür sie allerdings ihr Leben aufs Spiel setzten. Möglicherweise wurde bei der gefährlichen Sprengung ein Täter verletzt, da am Tatort eine größere Blutlache zurückblieb. Die Polizei leitete unverzüglich Fahndungsmaßnahmen ein, die am Dienstagmorgen auch mittels Polizeihubschrauber fortgesetzt wurden. Täterhinweise liegen bislang nicht vor.

Das Phänomen, dass es Straftäter auf Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn abgesehen haben, ist kein Einzelfall und derzeit bundesweit zu beobachten. Der Schaden am zerstörten Fahrkartenautomaten wird auf rund 16.000 Euro geschätzt.