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© Symbolbild: dpa
14.11.2014

Bombe im Stuttgarter Westen entschärft: 5000 Menschen evakuiert

Spezialisten der Kampfmittelbeseitigung haben am Freitagabend in Stuttgart eine weitere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Der Einsatz im Stuttgarter Westen sei am Freitagnachmittag ohne Probleme verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fund ist bereits der zweite in dieser Woche.

Erst am Dienstag entschärften Spezialisten im Stadtteil Feuerbach eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe.

Rund 5000 Bewohner mussten wegen der etwa 500 Kilogramm schweren Bombe ihre Häuser verlassen. Auch Schulen, Kindergärten, Altenheime und Bürogeböude waren von der Evakuierung betroffen. Die Polizei sperrte ein Gebiet im Radius von rund 250 Metern um den Fundort ab. Die Bombe wurde bei Baggerarbeiten am Vormittag in einem Hinterhof gefunden, wie die Polizei mitteilte.

Einsatzkräfte der Polizei gingen am Freitag von Haus zu Haus und forderten Bewohner auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Anwohner fanden in einem Bürgerzentrum und in einer Sporthalle eine Notunterkunft. Allein aus umliegenden Schulen mussten rund 3000 Schüler nach Hause gehen.

Die Hauptverkehrstraße Rotebühlstraße war in beiden Richtungen gesperrt. Der S-Bahn-Verkehr zwischen den Haltestellen «Hauptbahnhof» und «Schwabstraße» wurde teilweise umgeleitet oder gestoppt, sagte ein Sprecher der Bahn. Die Bewohner konnten nach der Entschärfung ihre Häuser wieder beziehen. Die Sperrungen wurden am Freitagabend wieder aufgehoben.

Ende Juni hatte in Pforzheim ein 500 Kilo schwerer Blindgänger – eine seltene amerikanische Marinebombe – ein ganzes Viertel in Angst versetzt. Auf einem Grundstück zwischen Lamey- und Bichlerstraße war ein Bauarbeiter mit seiner Baggerschaufel in der lehmigen Erde auf Widerstand gestoßen. Das Einwohnermeldeamt hatte eine detaillierte Liste der 1500 Haushalte zusammengestellt, die evakuiert werden mussten. Insgesamt traf es 4500 Menschen im Umkreis von 500 Metern.