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Dicke Rauchwolken über dem Industriegebiet Hohenäcker: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat es in einer Lagerhalle auf dem Gelände einer Recyclingfirma gebrannt. Foto: Symbolbild
Brand im Hohenäcker © PZ/Archiv
05.11.2014

Brand in Wohnheim: 14-Jähriger tatverdächtig

Karlsruhe. Nach einem Brand im dritten Obergeschoss eines Wohnheims in der Rüppurrer Straße in Karlsruhe, bei dem am frühen Sonntagabend um 18.55 Uhr ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstanden war, hat die Kriminalpolizei einen 14-jährigen Tatverdächtigen ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erließ der zuständige Richter gegen den Jugendlichen am Dienstagnachmittag einen Unterbringungsbeschluss.

Die Flammen waren am Sonntagabend in einem der Zimmer des Wohnheims entdeckt worden. Obgleich die Feuerwehr rasch zur Stelle war und auch innerhalb kurzer Zeit "Feuer aus" melden konnte, wurde das gesamte betroffene sowie Teile des darüber liegenden Stockwerks fürs Erste unbewohnbar. Personen kamen durch den Brand glücklicherweise nicht zu Schaden.

Der Tatverdächtige stammt aus dem Raum Gelsenkirchen und war dort aus einer Jugendeinrichtung ausgerissen. Nachdem er am Allerheiligentag im Bereich des Karlsruher Hauptbahnhofs von Beamten der Bundespolizei aufgegriffen worden war, wurde er übergangsweise in das Jugendheim in der Rüppurrer Straße gebracht.

Während seines dortigen Aufenthaltes wie auch in der Folge in einem anderen Karlsruher Heim zeigte sich der 14-Jährige derart aggressiv, dass er bis zum richterlichen Entschluss in einer Gewahrsamszelle der Polizei untergebracht werden musste.

Inzwischen befindet sich der Beschuldigte, der als Strafunmündiger wegen gleich gelagerter Delikte bereits polizeilich aufgefallen war, in der geschlossenen Abteilung einer Jugendeinrichtung.