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Foto: Symbolbild © dpa
12.03.2018

Brandanschlag auf Moschee - Täter vermutlich kurdische Extremisten

Lauffen (dpa/lsw) - Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee der Islamischen Gemeinschaft in Lauffen bei Heilbronn gehen Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt von kurdischen Tätern aus.

Aufgrund derzeitiger Einschätzungen konzentriere man sich bei den Ermittlungen auf Angehörige extremistischer kurdischer Jugendorganisationen, wie die Behörden am Montag mitteilten. Ein Zusammenhang mit anderen aktuellen Anschlägen im Bundesgebiet sei möglich und werde in die Ermittlungen einbezogen.

Ein im Internet veröffentlichtes Video und ein Begleittext auf einer PKK-nahen Seite, in dem die Tat als Racheakt von Kurden dargestellt werde, könnten nach derzeitigen Erkenntnissen als authentisch bewertet werden, hieß es. Weiter gehe man von fünf noch unbekannten Täter aus. Die Polizei hofft weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die verdächtige Fahrzeuge oder Personen in der Nähe das Tatortes wahrgenommen haben, sollen sich bei den Beamten melden.

Unbekannte hatten Brandsätze, sogenannte Molotowcocktails, in das Gebäude geworfen. In dem Raum habe der Imam zu dem Zeitpunkt geschlafen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Den Schaden schätzte die Polizei auf 5000 Euro. In dem Gebäude sind Gemeinschafts- und Fortbildungsräume, einen Teil nutzt der Imam als Wohnung. Ermittelt werde wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

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