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Diese verkohlten Bahnkabel lagen nach einem Brandanschlag in einem Kabelschacht neben den Bahngleisen. Die Serie von Anschlägen führt zu großen Behinderungen im Zugverkehr. Der Sachschaden ist immens.
Diese verkohlten Bahnkabel lagen nach einem Brandanschlag in einem Kabelschacht neben den Bahngleisen. Die Serie von Anschlägen führt zu großen Behinderungen im Zugverkehr. Der Sachschaden ist immens. © dpa
03.01.2017

Brandstifter-Serie geht weiter: Erneut brennen Kabelleitungen der Bahn

Am Montag haben Unbekannte erneut Kabelschächte der Deutschen Bahn in Brand gesetzt. Betroffen waren die Strecken bei Jockgrim, Kreis südliche Weinstraße und Altlußheim, Rhein-Neckar-Kreis. Damit stieg die Anzahl derartiger Brandstiftungen seit Ende Dezember auf insgesamt sieben. Bei der anschließenden Suche nach Tatverdächtigen war neben mehreren Streifenwägen auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Die Fahndungsmaßnahmen führten jedoch nicht zur Feststellung verdächtiger Personen. Aufgrund der Taten kam es im Bahnverkehr zu teilweise erheblichen Behinderungen und Wartezeiten sowie vereinzelten Zugausfällen.

Nach den Ergebnissen der Spurensicherung legten die Täter um 14.20 Uhr an der Bahnstrecke bei Jockgrim die Kabel eines Schachtes frei und setzten diese anschließend in Brand. Gegen 19.20 Uhr agierten die Unbekannten bei Altlußheim in gleicher Weise. Durch die Brände kam es zu Störmeldungen bei den Signalanlagen, weshalb der Zugverkehr auf den tangierten Strecken zeitweise eingestellt werden musste.

Zur Aufklärung der Brandstiftungen wurde zwischenzeitlich die Ermittlungsgruppe „Brand“ unter Federführung des Kriminalkommissariats Bruchsal gegründet. Unter den insgesamt acht Ermittlern sind auch drei Beamte der Bundespolizei. Nach wie vor gestaltet sich die Suche nach den Tätern schwierig. Neben den mit Hochdruck geführten Ermittlungen setzt die Polizei daher auch auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Wer verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat wird gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst unter Telefon (0721) 939-5555 in Verbindung zu setzen. In dringenden Fällen sollte der Polizeinotruf 110 verständigt werden.

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Am 28. Dezember schon hatten Unbekannte nördlich von Graben-Neudorf zwei parallel zur Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim verlaufende Kabelschächte der Deutschen Bahn in Brand gesetzt und hierdurch einen Sachschaden im sechsstelligen Bereich verursacht. Am 29. Dezember wurden dann um 11.30, 12.50 und 14.45 Uhr drei weitere, ähnlich gelagerte Brände an den Bahnstrecken bei Walldorf-Wiesloch, Bruchsal-Untergrombach und beim Schlachthof Bruchsal gemeldet.