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Ein Drogenlieferant und ein Mittäter sitzen in Untersuchungshaft. Sie haben einen Dealer misshandelt.
Ein Drogenlieferant und ein Mittäter sitzen in Untersuchungshaft. Sie haben einen Dealer misshandelt. © Symbolbild: dpa
11.02.2013

Brutaler Drogenlieferant misshandelt zahlungsunwilligen Dealer

Baden-Baden/Sinzheim – Ein 23-jähriger Drogendealer aus Baden-Baden hat der Polizei ausgesagt,dass ihn ein 46-jährigen Lieferant aus Sinzheim und zwei 26 Jahre alten Mittätern aus dem Badener Rebland massiv bedroht und misshandelt hätten. Die drei Tatverdächtigen wurden auf dem Areal der Tank- und Rastanlage Bühl festgenommen.

 

Der 23-jährige soll seinen Ausführungen zur Folge im vergangenen Jahr von dem Lieferanten bis zu einem Kilo Marihuana im Verkaufswert von ca. 10.000 Euro erhalten haben. Da er jedoch teilweise Rauschgift und auch Teile des Verkaufserlöses für eigene Zwecke verwendet habe, habe er die Rückzahlungen an den Lieferanten nicht begleichen können. Dies sei Grund gewesen, dass der 23-jährige Mitte Dezember 2012 von den beiden Mittätern in Baden-Baden abgepasst und zur Wohnung des Lieferanten nach Sinzheim verbracht worden sei. Dort habe man ihn geschlagen und mit einer Schusswaffe bedroht. Mit der Forderung, dass sich seine Schulden bis zur Rückzahlung monatlich um 500 Euro erhöhen würden, sei er weggeschickt worden.

Da der 23-Jährige bis Ende Januar 2013 immer noch keine Zahlungen geleistet hatte, sei er erneut abgepasst und zum Lieferanten verbracht worden. Gemeinsam hätten ihn die Tatverdächtigen mit einem Baseballschläger und präparierten Handschuhen misshandelt und mit einer Schusswaffe bedroht. Zur Untermauerung der Forderungen sei ihm mit einem Messer ein Schnitt an der Hand beigebracht worden. Anschließend habe man ihm die Scheckkarte abgenommen und einen Schuldschein unterschreiben lassen. Nach seiner Entlassung wendete sich der 23-jährige nun an die Polizei und erstattete Anzeige.

Die von der Kriminalpolizei geführten Ermittlungen führten dann zur Festnahme der drei Tatverdächtigen. Bei dem 46-jährigen Haupttäter konnten bei einer durchgeführten Wohnungsdurchsuchung mehrere scharfe Schusswaffen, zwei Kurz- und drei Langwaffen, samt Munition aufgefunden und beschlagnahmt werden.

Die Ermittlungsbehörden stufen das Vorgehen der drei Tatverdächtigen als Bandenkriminalität ein. Gegen den 46-jährigen Haupttäter und eine Mittäter wurden vom zuständigen Richter Haftbefehle erlassen. Ein Mittäter legte bei seiner Vernehmung ein umfangreiches Geständnis ab. Dessen Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.