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 Abgelehnte Asylbewerber steigen am 09.12.2014 am Baden-Airport in Rheinmünster (Baden-Württemberg) im Rahmen einer landesweiten Sammelabschiebung von einem Bus in ein Flugzeug. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sollen am Dienstag Dutzende abgelehnte Asylbewerber nach Serbien und Mazedonien abgeschoben werden. Geplant ist, allein 76 Flüchtlinge aus Baden-Württemberg, aber auch Menschen aus anderen Bundesländern nach Belgrad und Skopje auszufliegen. 
 Abgelehnte Asylbewerber steigen am 09.12.2014 am Baden-Airport in Rheinmünster (Baden-Württemberg) im Rahmen einer landesweiten Sammelabschiebung von einem Bus in ein Flugzeug. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sollen am Dienstag Dutzende abgelehnte Asylbewerber nach Serbien und Mazedonien abgeschoben werden. Geplant ist, allein 76 Flüchtlinge aus Baden-Württemberg, aber auch Menschen aus anderen Bundesländern nach Belgrad und Skopje auszufliegen.  © dpa
22.02.2017

Bürger protestieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

tuttgart (dpa/lsw) - Bei mehreren Demonstrationen wollen Bürger am Mittwochabend im Südwesten gegen Abschiebungen nach Afghanistan protestieren. In Stuttgart werden nach Angaben der Stadtverwaltung 200 Menschen zur Kundgebung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg auf dem Schlossplatz erwartet. Weitere Protestaktionen sind in Mannheim, Karlsruhe, Tübingen, Biberach und Gammertingen (Kreis Sigmaringen) geplant, wie der Flüchtlingsrat ankündigte.

Flüchtlingsorganisationen gehen davon aus, dass an diesem Mittwoch die dritte vom Bund geleitete Sammelabschiebung nach Afghanistan ansteht. Bislang gab es je eine Sammelabschiebung im Dezember und Januar. Neben Schleswig-Holstein und Thüringen haben auch mehrere andere Bundesländer einen Abschiebestopp erklärt. Sie begründen diesen Schritt mit der gefährlichen Lage im Land.

«Wir sind gegen diese Abschiebungen, weil eine extrem unsichere Situation im ganzen Land herrscht», sagte der Leiter der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg, Seán McGinley. Er stütze sich dabei auf Erkenntnisse mehrerer Organisationen, die in Afghanistan arbeiten. Landesweit werden mehrere Hundert Menschen zu den Kundgebungen erwartet, darunter etliche Flüchtlinge aus Afghanistan.

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