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06.09.2016

Bundespolizisten im Intercityexpress mit Messer bedroht

Offenburg. Ein 27-jähriger Mann hat am Sonntagabend zwei Beamte der Bundespolizeiinspektion Offenburg in einem Intercityexpress mit einem Messer bedroht und nach der Festnahme durch seine heftige Gegenwehr einen Polizisten verletzt.

Die Bundespolizisten waren in einem Intercityexpress auf dem Weg zur Fachhochschule des Bundes in Brühl und wurden durch einen Zugbegleiter zur Unterstützung gerufen. Im Zug befand sich ein Mann, der keine Zugfahrkarte besaß und sich nicht ausweisen konnte. Als die Beamten die Person ansprachen, zog der Mann aus der rechten Hosentasche ein Küchenmesser und bedrohte wortlos die Beamten. Die Bundespolizisten forderten den Mann, durch Androhung der Schusswaffe mehrfach auf, das Messer niederzulegen. Dieser Aufforderung kam der aus der Schweiz stammende Mann nur zögerlich nach.

Bei der Festnahme versuchte der Mann ein weiteres Messer aus seiner Hosentasche zu ziehen. Er konnte jedoch überwältigt und gefesselt werden. Nach Ankunft im Hauptbahnhof Mannheim übernahmen die verständigten Beamten der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe den Festgenommenen und verbrachten ihn auf die Dienststelle. Dabei leistete er erheblichen Widerstand und trat mehrfach gegen die Beamten. Einen Beamten verletzte er dabei am Knie. Aufgrund der enormen Gegenwehr des 27-Jährigen musste er ebenfalls an den Füßen gefesselt werden.

Der Beschuldigte äußerte gegenüber den Beamten mehrfach Suizidgedanken. Wie erste Ermittlungen ergaben, war er zudem bereits mehrfach in der Schweiz in psychischer Behandlung. Da von dem Mann eine Eigen- sowie Fremdgefährdung ausging, wurde er in eine Psychiatrie eingeliefert. Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Erschleichen von Leistungen eingeleitet.