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Die Bundeswehr will in rund einem Jahr mit den geplanten Kasernenschließungen im Südwesten beginnen.
Die Bundeswehr will in rund einem Jahr mit den geplanten Kasernenschließungen im Südwesten beginnen. © dpa
12.06.2012

Bundeswehr startet Kasernenschließung in rund einem Jahr

Die Bundeswehr will in rund einem Jahr mit den geplanten Kasernenschließungen im Südwesten beginnen. Das berichtete der SWR am Dienstag unter Berufung auf ein Konzept des Bundesverteidigungsministeriums. Schlechte Nachrichten hatte das Ministerium dem Bericht zufolge für den Standort Laupheim (Kreis Biberach): Dort sollen statt der ursprünglich geplanten 120 Dienstposten nun 300 Stellen gestrichen werden. Bislang sind in Laupheim 1750 Soldaten und zivile Mitarbeiter stationiert.

Als erste Kaserne wird dem Bericht zufolge im Frühjahr 2013 der Standort Hohentengen (Sigmaringen) geschlossen. Dort sind allerdings schon jetzt die meisten der gut 800 Soldaten abgezogen. Meßstetten verlassen die Soldaten Ende 2014, Ellwangen (Ostalbkreis) wird im Frühjahr 2015 faktisch geschlossen. Der große Standort Sigmaringen schließt im Herbst 2015. Aus Immendingen ziehen die Soldaten zwischen Frühjahr und Herbst 2016 ab, aus Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) im Frühjahr 2017.

Baden-Württemberg ist von der geplanten Verkleinerung der Bundeswehr besonders stark betroffen. Vier Standorte werden komplett geschlossen, fünf weitere massiv verkleinert. Die Zahl der Dienstposten soll von 25.500 auf gut 15.500 sinken. dpa